„Nachhaltigkeit“ – das klingt irgendwie öko, nach Umweltschutz und Weltverbesserern. Doch was heißt es überhaupt, nachhaltig zu leben?

In der Forstwirtschaft bedeutet Nachhaltigkeit, nicht mehr Holz zu fällen, als nachwachsen kann. Nachhaltigkeit bezeichnet also, auch über die Forstwirtschaft hinaus, das Prinzip, nicht mehr zu verbrauchen, als künftig wieder bereitgestellt werden kann – und das nicht unbedingt nur für uns selbst, sondern auch für nachfolgende Generationen.

Möglicherweise ist es genau das, was Nachhaltigkeit so schwer begreifbar macht: Unser heutiger Konsum wirkt sich möglicherweise gar nicht mehr auf uns aus, sondern auf diejenigen, die nach uns kommen.

Rein psychologisch gesehen ist der Mensch aber darauf gepolt, seinen kurzfristigen Nutzen zu maximieren – auch auf Kosten des langfristigen Nutzens.

Zeit also, umzudenken! Mit Fainins fünf Tipps schafft ihr es ganz einfach, jeden Tag etwas nachhaltiger zu gestalten.

 

Nachhaltigkeitstipp #1: Umweltverträgliche Verpackungen

 

 

Ein erster, einfach umsetzbarer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit: Plastiktüten, -flaschen und Wegwerfbecher vermeiden. Plastiktüten lassen sich durch Stoffbeutel ersetzen – und wenn du doch mal eine brauchst, verwende sie wieder oder nutze sie als Müllbeutel für den Plastikmüll.

Besonders umweltschädlich sind übrigens die kleinen Plastikbeutel, die es beim Obst und Gemüse gibt, da sie früher oder soäter als Mikroplastik im Grundwasser landen. Investiere also in Obst- und Gemüsenetze aus Stoff oder verzichte bei den Lebensmitteln, deren Schale du nicht mitisst, auf einen Beutel.

Ähnlich gut lassen sich Plastikflaschen und Wegwerfbecher ersetzen, denn mittlerweile gibt es stylische Alternativen mit deutlich längerer Lebensdauer.

 

Nachhaltigkeitstipp #2: Bewusster konsumieren

 

 

Ob es um Klamotten oder Elektrogeräte geht, oft lohnt sich die Frage „Brauche ich das wirklich?“ Vielleicht gibt es noch eine sinnvolle Alternative zum Neukauf. Kleidung zum Beispiel kannst du auch gebraucht im Second-Hand-Shop oder auf dem Flohmarkt kaufen. Oder du startest eine Kleider-Tausch-Party mit Freunden.

Wenn es um Alltagsgegenstände geht, ist natürlich das Teilen eine Option. Brauchst du zum Beispiel irgendein Werkzeug, um deinen neuen Schrank aufzubauen, reicht es auch, wenn du dir das entsprechende Teil ausleihst. Gleiches gilt für das Fernglas, das du nur für diesen einen Urlaub brauchst. Frei nach dem Motto: leihen statt besitzen!

 

Nachhaltigkeitstipp #3: Umweltfreundliche Drogerieprodukte

 

 

Zahlreiche Produkte, die wir zum Putzen und Waschen verwenden, belasten eine unserer wichtigsten Ressourcen: das Wasser. Mittlerweile gibt es aber umweltverträgliche Reinigungsprodukte – am besten beim Kauf auf das europäische Umweltzeichen achten.

Auch bei vielen Kosmetikprodukten lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen: Viele günstige Duschgele zum Beispiel enthalten Mikroplastik, um ihnen mehr Volumen zu verleihen. Mit einer App, zum Beispiel Code Check, kannst du prüfen, was in deinen Kosmetikprodukten drin ist.

 

Nachhaltigkeitstipp #4: Energie sparen

 

 

Benzin und Emissionen kannst du ganz einfach sparen, indem du zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährst.

Geht es doch nicht ohne Transportmittel, ist Leihen eine Option. Besonders einfach geht das, indem du dich in deiner Umgebung nach netten Leuten umschaust, die zum Beispiel ihr Fahrrad oder ihren Roller günstig verleihen.

 

Nachhaltigkeitstipp #5: Optimale Verwertung von Ressourcen

 

 

Richtig recyceln ist eine Kunst, die die Deutschen schon ganz gut beherrschen. Wenn du dir unsicher bist, was in welche Tonne gehört, hat der NABU praktische Tipps.

Du kannst außerdem Ressourcen schützen, indem du deine Alltagsgegenstände, die du nur selten verwendest, mit anderen teilst. Vielleicht hast du ja ein kleines Arsenal an Elektrogeräten herumliegen, die kaum zum Einsatz kommen. Warum die nicht verleihen und noch ein wenig Geld damit verdienen?